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 Ellbogendysplasie

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Date d'inscription : 17/04/2007

MessageSujet: Ellbogendysplasie   Mar 5 Juin - 10:11

Ellbogendysplasie beidseits mit fragmentiertem („abgebrochenem“) inneren Kronenfortsatz (Abk. FCP, dieser bildet einen Teil der Gelenkpfanne) und Bildung eines Knorpelchips am inneren Teil der Gelenkrolle des Oberarmknochens (Fachbegriff: Osteochondrosis dissecans (Abk. OCD) am Condylus medialis humeri).

Es ist nicht sehr häufig, dass zu dem FCP noch zusätzlich eine OCD vorhanden ist. Die OCD verschlechtert die Prognose etwas, da die Arthrosebildung dann in der Regel beschleunigt und verstärkt wird.

Die Diagnose kann in der Regel ab dem Alter von sechs bis sieben Monaten mit recht grosser Sicherheit festgestellt werden (mittels der klinischen und der röntgenologischen Untersuchung).

Begriffe
Dysplasie ist ein lateinischer Fachbegriff und heisst: Fehlentwicklung.
Ellbogendysplasie ist demnach eine Fehlentwicklung des Ellbogengelenkes.
FCP und OCD wie auch mit der Zeit dann die Arthrose (kann schon im Alter von sieben oder acht Monaten auftreten!) sind Folgeerscheinungen der ED.

FCP ist die Abkürzung für einen englischen Fachbegriff und heisst Fragmented Coronoid Process (fragmentierter - „zerbrochener“ - innerer Kronenfortsatz).

OCD ist die Abkürzung für einen lateinischen Fachbegriff und heisst Osteochondrosis dissecans und bedeutet etwa Knochen-Knorpelkrankheit mit Bildung eines (Knorpel-) Chips.

UAP ist die Abkürzung für einen englischen Fachbegriff und heisst Ununited Anconaeal Process. Es handelt sich hier um eine spezielle Form der ED, bei der der Processus anconaeus (die von der Elle gebildete „Gelenksnase“) isoliert bleibt und sich nicht mit der Elle verbindet.

Arthrose ist ein lateinischer Fachbegriff und heisst etwa Gelenkdeformation. Meistens ist diese mit einer chronischen Entzündung (Arthritis) und Schmerzen verbunden.


Betroffene Hunderassen
Die ED ist eine bei vielen Hunderassen verbreitete Erkrankung. Die am häufigsten betroffenen Hunderassen sind Berner Sennenhund, die Retriever-Arten, Rottweiler.

Die ED kommt aber auch bei anderen Hunderassen teilweise häufig vor: z.B. Bernhardiner, Grosser Schweizer Sennenhund, Deutscher Schäferhund, Staffordshire Terrier, Mastiff-Arten, Beauceron, Vizsla, Belgische Schäferhunde und andere.

Ursache der ED
Verursacht wird die Erkrankung durch eine genetisch bedingte Disposition. Die Erkrankung beginnt mit einer mehr oder weniger schlechten Passform (mangelhafte Kongruität) des Gelenkes, die dann in der Folge zu Überbelastungen einzelner Gelenkknorpelabschnitte führt.

Ein Hund, der keine genetische Disposition zu dieser Erkrankung aufweist, wird kaum an einer ED erkranken, auch wenn Fütterungsfehler gemacht werden oder der Hund im Junghundealter starken Belastungen ausgesetzt wird. Diese beiden Faktoren würden andere Probleme auslösen (z.B. Störungen in der Knochenmineralisation, Übergewicht, Bänderprobleme, Knochenbrüche, aber keine ED und auch keine HD (Hüftgelenkdysplasie)).

Bei einem Hund, der die genetische Disposition zu dieser Erkrankung hat, kann unter Umständen der Zeitpunkt des Auftretens und / oder der Schweregrad der Erkrankung (geringgradig) durch äussere Faktoren beeinflusst werden. Ausschlaggebend ist jedoch klar die genetische Disposition.

Massnahmen gegen ED
Hauptmassnahme zur Bekämpfung der Ellbogendysplasie ist züchterisches Verantwortungsbewusstsein (konsequente Zuchtselektion). Es sollten ausschliesslich ED-freie Tiere zur Zucht eingesetzt werden. Idealerweise sollten zudem auf dem Stammbaum der „Zuchtprodukte“ möglichst alle Vorfahren ED-frei sein (gemäss Eintrag des Röntgenbefundes der offiziellen ED-Auswertung).

Vom Besitzer aus kann kaum etwas zur ED-Vorbeugung gemacht werden. Was jedoch – bei allen Junghunden – ganz allgemein wichtig ist, um das Verletzungsrisiko im Welpenalter zu minimieren, ist die Vermeidung von Überbelastungen. Das heisst kein Spitzensport, keine zu lange dauernden grösseren Belastungen etc.

Spielen mit anderen Hunden (in „vernünftigem Rahmen“), Treppensteigen (nicht übermässiges) oder ähnliches sollten für einen normalen gesunden (auch genetisch gesehen) Junghund aber ohne Schaden möglich sein. Mit einer geeigneten, eher zurückhaltenden Fütterung (nicht zuviel Eiweiss (nicht über 25 %) und eher kalorienarm) kann versucht werden, das Wachstum möglichst gleichmässig zu halten und allzu starke Wachstumsschübe zu vermeiden.

Behandlung

Meistens ist ein operatives Vorgehen nötig (Entfernung von störenden
Knorpel-Knochenfragmenten, Knorpelchips, Auskratzen von Knorpeldefekten). Trotzdem kann die Entwicklung einer Arthrose nicht verhindert werden, das Gelenk wird immer eine gewisse Schwachstelle bleiben, so dass manchmal auch später immer wieder mehr oder weniger starke diesbezügliche Beschwerden auftreten können, die unter Umständen eine Arthrosetherapie erfordern. Die Operation hat vor allem prophylaktischen (vorbeugenden) Zweck (Schadensbegrenzung).
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